ABC Puzzle

ABC – Das erste Interesse an Buchstaben

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Das erste Interesse an Buchstaben und die ersten Schritte zum Schreiben lernen – Wie kann man Kinder unterstützen und fördern um die Freude an Buchstaben zu erhalten, weiterzuentwickeln und ein Verständnis für das geschriebene Wort aufzubauen?

In diesem Artikel möchte ich mit euch meine Erfahrung zum Thema ABC und das Interesse daran teilen.

Das erste Interesse an Buchstaben und die Anfänge des Schreiben-Lernens kam für uns relativ unerwartet bei Mini-Snyggis bereits kurz nach ihrem 3. Geburtstag. Sie fragte immer wieder mal was auf den Einkaufstüten oder bei dem großen blauen Discountersupermarkt mit dem A steht. Wir erklärten ihr immer was das Wort heißt und welche Buchstaben zu lesen sind. Dann kauften wir ein ABC-Steckpuzzle aus Holz*, welches sie wissbegierig bespielte. Ich sang mit ihr während sie die Buchstaben ins richtige Puzzlefeld steckte das ABC Lied. Mit Musik geht doch irgendwie immer alles viel besser 😉

ABC Holz-Puzzle

Der erste Buchstabe den Mini-Snyggis malen/schreiben konnte war das A. sie fragte mich wie man das „A“ schreibt und so schrieb ich ihr den Buchstaben auf ein Blatt Papier. Das erste A schrieb sie Anfang August 2017, also noch vor Kindergarteneintritt. Mini-Snyggis erstes A mit rotem Filzer erinnerte mich an meine „punkige“ Zeit von früher: auf meinem Skaterrucksack (bzw. der meines damaligen Freundes, ausgeliehener Weise) prangte ein Anarchie-A.

das erste A im August 2017

Mit Kindergarteneintritt fing Mini Snyggis an, Sympathie zu einem der Wackelzahnkinder in ihrer Gruppe (altersgemischt) aufzubauen und wollte dem Mädchen ein „Briefbild“ schenken. Auf dem Bild sollte der Name des Mädchens stehen und so fragte meine Kleine mich: „Wie schreibt man Polly?“ (Name geändert) Und ich schrieb ihr auf einem kleinen Zettel in Großdruckbuchstaben den Namen auf und daraufhin zeichnete Mini-Snyggis die Striche für die jeweiligen Buchstaben und verglich immer wieder und schrieb erfolgreich auf ihrem Blatt den Namen.

olly Holly Polly

Den Namen übte sie immer wieder und wieder bis sie auch darauf kam zu fragen: Wie schreibt man Mama?„. Und das Gleiche verlief dann mit Papa, ihrem eigenen Namen, Oma, Opa und Wilma unserem Mops (der muss natürlich auch Post bekommen).

 

erste Wörter-Oktober2017 Mama, Papa, Oma, Opamehr erste wörter oma opa mama papa

Das T lernte Mini Snyggis „witzigerweise“ durch eine Trockenlegungsmaschine. Wir hatten dank Sturm und Jahrhunderregen Xaver und Paul  (im Sommer 2017) einen großen Wasserschaden und so bekamen wir von Oktober bis Dezember 2017 Trockenmaschinen ins Haus. Der Geräteherstellername prangte in fetten Druckbuchstaben auf beiden Geräten . Der Name setzt sich nur aus 2 Buchstaben zusammen,die jeweils 2mal vorkommen: O T – – . Auch da fragte Mini-Snyggis mal beiläufig was da eigentlich draufsteht und schwupps lernte sie auch das T zu schreiben. Kinder in dem Alter nehmen das Schreiben von Buchstaben häufig  als eine Erweiterung ihrer Mal-Fähigkeiten wahr. Wieder ein paar Wochen später kamen der Name eines anderen Mädchens aus der Kita und der Name der Lieblingserzieherin hinzu und so kamen bis heute noch viele Buchstaben hinzu.

Also immer wieder fragte mich Mini-Snyggis von sich aus, wie man gewisse Wörter oder Buchstaben schreibt und ich zeigte es ihr. Wenn das Kind von selbst Interesse zeigt, sollte man darauf auch eingehen. Man sollte auch nur die Wörter vorschreiben, die das Kind sich wünscht.

Wir haben nun mittlerweile auch ein schönes großes ABC – Poster*in ihrem Zimmer hängen, bei dem jeweils neben dem Buchstaben ein Bild mit dem passenden Anlaut abgebildet ist (A – wie Affe).

Das Alphabet

In Mini-Snyggis Kinderzimmer befindet sich auch seitdem sie 2,5 ist eine kleine Schultafel an der Wand. Eigentlich war die Tafel* zu dem damals frühen Zeitpunkt dafür gedacht, zu malen und zu kritzeln. Seit sie 3 ist, finden sich darauf nun aber auch Buchstaben und Wörter wieder. An den beiden ausklappbaren Außenseiten der Tafel ist jeweils ein magnetisches Whiteboard, auf dem ABC-Magnete* Platz gefunden haben, die aber auch immer mal wieder am Kühlschrank sich breit machen 😉 Die Schultafel gefällt Mini-Snyggis so gut, weil sie schon lange davon träumt ein Schulkind zu sein und im Rollenspiel auch gerne Lehrerin spielt.

Schultafel

Mittlerweile kann MiniSnyggis folgende Buchstaben schreiben A B C D E F G H I L M N O P Q R S T U W.  Vor knapp 3 Monaten ist unsere kleine Maus 4 Jahre alt geworden und wir sind sehr stolz auf sie und freuen uns darüber, was für ein wissbegieriges Minimenschlein sie ist und wie schnell ihre Auffassungsgabe ist. Wie meine Mama gerne sagt : „runs in the family..“(liegt in der family), denn auch ich zeigte damals recht früh Interesse am Schreiben und Lesen. Aber jedes Kind hat, wie ich immer sage, sein eigenes Tempo und es ist auch vollkommen normal wenn ein Kind erst in der Schule schreiben lernt. Also wenn wirklich überhaupt kein Interesse vom Kind aus besteht, sollte man auf keinen Fall sein Kind dazu drängen.

Tipps um das Interesse für Buchstaben beizubehalten und zu entwickeln:

  1. Lesen und miteinander reden – Von Geburt an mit dem Baby zu kommunizieren ist hilfreich für die Sprachentwicklung. Ab 3 Monaten interessieren sich Babys für Fühl- und Knisterbücher*. Hier kann man als Elternteil auch immer schön etwas zu dem Bild erzählen. Mit 6 Monaten können die Kleinsten auch schon etwas mit Pappbilderbüchern* anfangen. Ab 12 Monate haben wir auch Wimmelbücher* genutzt. Hierbei kann man die Kleinen, die schon einen großen passiven Wortschatz im Gehirn abgespeichert haben, fragen wo sich etwas auf der Seite befindet und man erhält dann meist die Antwort „DA“ und das Kind zeigt auf das richtige Bild. Ab ca 18 Monate sind schon die ersten (kurzen) richtigen Vorlesegeschichten* hoch im Kurs. Wem viel vorgelesen wird, der interessiert sich auch irgendwann für die lustigen schwarzen Buchstaben im Buch.
  2. Buchstaben im Alltag suchen  – Im Alltag finden die Kleinen oft Schilder oder andere Dinge, auf denen Buchstaben zu finden sind: Läden, Straßenschilder, Tüten mit Werbung. Oft interessieren sich Kinder von selbst was darauf steht und fragen. Dann sollte man sich die Zeit nehmen um kurz stehen zu bleiben und zu erklären. Bei Vorschulkindern (Kinder im letzten Kindergartenjahr), die das Alphabet bereits gelernt haben, kann man von sich aus  auf das Schild aufmerksam machen und fragen, ob sie die Buchstaben erkennen.
  3. Schreiben und Lesen vorleben – Als Erwachsener auch analog schreiben und lesen 😉 Heutzutage ist es nicht mehr so alltäglich als Erwachsener das analoge Schreiben und Lesen seinen Kindern vorzuleben. Viele tippen am Computer oder Handy und lesen auch auf den digitalen Medien. Man schreibt viel zu selten mit der Hand, meist doch nur im Urlaub, um eine Postkarte für die Lieben zu schreiben. Aber der Alltag bietet auch die Möglichkeit z.B den Einkaufszettel mit der Hand zu schreiben, anstatt im Handy einzugeben. Kinder machen dann meist auch einen recht kreativen eigenen Einkaufszettel 😉

Kinder sind so wissbegierig und lernen auf spielerische Weise so schnell, wenn sie denn von selbst Interesse zeigen. In diesem Blogbeitrag geht es also um Himmels Willen nicht darum, sein Kind zum Schreiben lernen zu drängen, sondern ganz im Verständnis der Montessori-Pädagogik, das Interesse des Kindes dafür nutzen es dabei zu unterstützen es selbst zu tun.

Alles Liebe
Eure Mrs Snyggis


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2 comments to “ABC – Das erste Interesse an Buchstaben”

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  1. Melly - 4. September 2018 at 13:42 Reply

    Schön, meine Tochter ist auch ein Fan von Buchstaben.

    Manche halten es für einen Fehler, wenn Kinder einige oder alle Buchstaben schon vor dem Schuleintritt beherrschen, aber wenn sie Interesse am Lesen- und Schreibenlernen haben, dann sollte man sie nicht daran hindern. Die Motivation die man ihnen damit nehmen würde, wird nicht mehr zurückkommen.

    • Mrs. Snyggis - 4. September 2018 at 23:15 Reply

      Liebe Melly, toll dass deine Tochter auch schon so ein Interesse an Buchstaben und Wörtern zeigt und du sie da auch unterstützt. Wie alt ist denn deine Kleine? Dein letzter Satz ist wirklich toll und stimmt definitiv. Das Interesse und die eigene Motivation des Kindes sollte man unbedingt bemerken und fördern. Ganz liebe Grüße, Gwendolin

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