Papa sein

PAPA ist das Beste was ein Mann werden kann

Alles Gute zum Vatertag! #Vaterschaftistmehr

Anlässlich des heutigen Vatertags haben Marten und ich beschlossen heute noch einen gemeinsamen Artikel zu veröffentlichen: Thema Vatersein

Der Hashtag #Vaterschafistmehr wird heute von vielen Accounts genutzt um zu zeigen, dass Papas eben nicht nur Erzeuger und Geldranbringer sind.. sie leisten nämlich auch in vielen Fällen auch Carearbeit.

Den ersten Teil dieses Artikels schreibe ich, Gwendolin, aus Mama-Sicht und den zweiten Teil Marten aus Papa-Sicht. Aus Gründen der Lesbarkeit wird Martens Teil kursiv formatiert.

Der Papa spielt bei uns genau wie die Mama eine ganz zentrale Rolle. Ich bin sehr dankbar dafür, dass Marten ein so guter Vater ist. Was für mich einen guten Vater ausmacht ist, dass er für die Kinder genauso da ist wie ich. Wir haben verschiedene Aufgaben aber sind in unseren Rollen gleichberechtigt.

So habe ich es auch mehr oder weniger bei meinen Eltern kennengelernt. Mein Vater (Jahrgang 1944) ist ohne Vater nur mit Frauen im Haushalt aufgewachsen und ihm war immer wichtig, alles Alltägliche im Haushalt auch alleine erledigen zu können und auch zu machen. Als er Vater wurde hat er mich und meine Schwester gewickelt, gebadet, gefüttert, uns vorgelesen und mit uns gespielt. Das Spielen mit ihm hat mir immer wahnsinnig viel Spaß gemacht. Da meine Eltern beide berufstätig waren hat meine Oma sehr viel Zeit mit mir verbracht und viel geleistet, wofür ich sehr dankbar bin. Da ich ein „Oma-Kind“ bin ist es mir wahrscheinlich besonders wichtig als Mutter für meine Kinder präsent zu sein. Umso mehr freue ich mich, dass auch ihr Vater eine große Rolle spielt.

Bei der Geburt von Mini-Snyggis war Marten, derjenige der die Kleine als erstes auf die Brust gelegt bekommen hat. Denn ich war in Vollnarkose und musste erstmal wach werden.

Als Mini-Snyggis 2 Wochen alt war musste ich wegen starker Komplikationen für 3 Wochen ins Krankenhaus. In der Zeit war der Papa allein mit der Kleinen. Wir hatten auch keine Hebamme und meine Eltern lebten damals noch zu weit entfernt um mal schnell zu helfen. Mit welchen dummen Sprüchen Marten von Außenstehenden zu der Zeit konfrontiert wurde wird er sicher in seinem Text schreiben.

Er hat die Kleine gewindelt, gefüttert, gewaschen, gekuschelt und alles gemacht, was auch eine Mama machen wurde – sich einfach liebevoll um das Baby gekümmert. Zudem ist er jeden Tag mit ihr ins Krankenhaus gekommen um mich zu besuchen, damit ich unsere Kleine auch im Arm halten kann. Neben meiner schlechten körperlichen Verfassung war natürlich auch meine Gedankenwelt angeschlagen. Als Mama die erste Zeit nicht mit unserem Baby zusammen sein zu können war schon schwer.

Nun ist Marten Vater von zwei Kindern. Er kümmert sich um beide. Er hatte noch nie ein Problem damit eine volle Windel, egal welchen Inhalts, zu wechseln. Er ist es, der Mini-Snyggis meistens zur Kita bringt und abholt. Gerade die letzten 1,5 Jahre war er es in den meisten Fällen . Es hat einfach besser geklappt. Davor haben wir uns abgewechselt. Aber ich muss zugeben, dass er öfter dran ist damit ich noch mal vorher Verschnaufen kann, weil ich mich meistens nach der Kita mit Mini-Snyggis beschäftige. Ansonsten spielt er bei Mini-Snyggis Teeparties einen ganz besonders zauberhaften Gast, er tröstet sie, wenn es Kummer gibt. Meistens bereitet er unter der Woche das Frühstück vor. Kochen kann er auch. Mal kocht er, mal koche ich. Sportliche Aktivitäten fallen eher in Martens Revier. Das Zubettbringen und Vorlesen, Haare machen, Basteln, Backen und pädagogisch fördern fällt in meinen Aufgabenbereich.

Wir haben beide unsere Aufgaben und sind beide für die Kinder da. Ich hoffe, dass unsere Kinder später mit einem guten Gefühl auf ihre Kindheit zurückblicken werden.

PAPA ist das Beste was ein Mann werden kann

„PAPA ist das Beste was ein Mann werden kann“. Diese, meine wichtigste Erfahrung im Leben, machte ich nun schon vor 6 Jahren. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Vor knapp 6 Jahren kam meine Tochter auf die Welt und von nun an war ich seit dem ersten Tag Vollblut-Papa. Und schon am zweiten Lebenstag von Mini-Snyggis war mein erster echter Vatertag.

Wie Gwen oben schon erwähnt hat war unsere erste Zeit alles andere als einfach. Schon nach einer Woche gemeinsamen Familienlebens zuhause musste die Mama mit schweren Komplikationen plötzlich über Nacht wieder ins Krankenhaus. Zurückblickend haben wir wahnsinniges Glück gehabt, dass wir heute noch als vollständige Familie zusammen sind.

Plötzlich war alles anders. Nach kurzem Familienglück war ich nun allein mit dem kleinen Baby und musste alle Aufgaben ohne jegliche Erfahrung nun ganz alleine meistern. Ich bin in diesen 3 Wochen irgendwie über mich hinausgewachsen ohne es zu merken. Täglich bin ich mit Mini-Snyggis bei 35 Grad im Hochsommer mit den Öffentlichen zur Mama ins Krankenhaus gefahren damit die Mama so viel Kontakt wie möglich zu ihrem kleinen Baby haben kann. Eine wirklich große Hilfe in dieser schweren Zeit war die Berliner Oma (Gwens Mutter). Sie besuchte natürlich auch ihre Tochter im Krankenhaus und so konnte ich Mini-Snyggis auch mal 2 Stunden im Krankenhaus lassen und hatte die Möglichkeit etwas zu essen und zu duschen, mit dem Hund rauszugehen und einmal kurz durchzuatmen.

Zum Glück bin ich freiberuflich tätig. So hatte ich die Möglichkeit, in den Schlafphasen von Mini-Snyggis auch arbeitstechnisch voranzukommen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich hier Abstriche machen musste um voll für meine große Aufgabe da sein zu können. Das Wichtigste war mir meine Tochter und so habe ich einige Entscheidungen in dieser Zeit getroffen, die nicht unbedingt beruflich förderlich waren .. man muss halt Prioritäten setzen.

„PAPA ist das Beste was ein Mann werden kann“. Das war mir sofort bewusst als ich die Kleine an meine nackte Brust gelegt bekommen habe. „Leider“ war ich der Erste da ja die Mama noch im Tiefschlaf schlummerte. So hatte ich eine Stunde lang intensiv die Zeit mein Baby zu spüren und völlig neuen Gefühlen in mir zu begegnen. Mir war sofort klar, dass ich ein anderer Papa sein werde als mein Vater. Bei meinen Eltern gab es eine klare Rollenverteilung und so war mein Vater von Anfang an in vielen Dingen außen vor. Ich aber wollte vom ersten Moment an 100% für mein Baby da sein und so bin ich vom ersten Moment an Vollblut-Papa.

Das haben aber einige Krankenschwestern und Hebammen anders gesehen und so mussten wir uns anhören, dass es verantwortungslos sei, während der WM das Baby dem Papa nachhause zu geben. Er könne sich ja schließlich wegen des Fußballs nicht ausreichend um das Baby kümmern. „Oh man“ dachte ich nur und wurde eigentlich wieder nur einmal mehr mit schrägen Weltansichten konfrontiert, die nichts aber auch rein gar nichts mit meiner Welt zu tun haben. (Die Ärzte haben es übrigens befürwortet, dass unser Baby nach Hause zum Papa kommt, da die Mama nun wirklich schwer krank war und sich aufs Genesen konzentrieren sollte.)

Seit 6 Jahren ist der Vatertag für mich nun etwas ganz Besonderes. Eigentlich auch nur so besonders wie jeder Tag. Aber an diesem Tag denke ich doch etwas vermehrt an alles was uns am Anfang unserer Familie begleitet hat. Die ersten tollen Momente mit Kind, die überstandene schwere Zeit, das Glück, dass wir alle gesund beisammen sind und nun auch noch zum allergrößten Glück zu viert <3 + Mops 😉 Ich bedanke mich einfach an diesem Tag einmal mehr, dass ich Papa von zwei fantastischen, gesunden Kindern bin!

Und so haben wir den Tag als Familie an einem unserer Lieblingsorte hier verbracht. Vatertag ist Familientag.

Alles Liebe
Eure Gwendolin & euer Marten

3 comments to “PAPA ist das Beste was ein Mann werden kann”

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  1. Andrea - 21. Mai 2020 at 22:10 Reply

    Wieder toll geschrieben!

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