Wichteltür

Bei uns ist ein Wichtel eingezogen

Unser neuer Mitbewohner der durch die Wichteltür zu uns kam

Der Hype um die Wichteltür hat sich dieses Jahr nach langem Überlegen dann doch auch bei uns durchgesetzt. Ich glaube vorletztes Jahr habe ich zum ersten Mal etwas von dieser ominösen Wichteltür gehört bzw vielfach auf Instagram gesehen.

Was hat es mit der Wichteltür auf sich?

Die Wichteltür ist ein dänischer Brauch zur Weihnachtszeit. Der Wichtel (dänisch: Nisse) zieht in der Weihnachtszeit in die Häuser und Wohnungen von Familien ein. Dessen Einzug bemerkt man durch eine kleine Wichteltür an der Wand über der Fußleiste. Wenn man lieb zum Wichtel ist und ihm ab und an etwas Leckeres oder Schönes vor die Tür legt, dann meint es der Wichtel gut mit einem und hilft bei den Vorbereitungen, beschützt das Zuhause und bringt den Kindern oder der Familie auch mal was Schönes mit. Der Wichtel hinterlässt auch gerne Botschaften und natürlich ist er nur nachts aktiv wenn alles schläft.

Ein wirklich süßer Brauch wie ich finde. Mit dem kleinen Wichtel zieht nochmal eine Extraportion Weihnachtszauber zuhause ein. Gerade zu Zeiten von Corona wo doch auch den Kindern so vieles abverlangt wird ist so ein bisschen mehr Magie absolut sinnvoll.

Glaubt mein Kind mit 6 Jahren noch daran, dass ein Wichtel einzieht?

Aber ich hab mich ehrlich gesagt zuerst ein wenig schwer damit getan, da Mini-Snyggis mittlerweile schon 6 Jahre alt und ein Schulkind ist und vielleicht nicht unbedingt an neue mythologische Figuren glauben wird. Osterhase und Weihnachtsmann sind ja schließlich schon lange bei uns etabliert, aber so ein Wichtel? Gut, an Kobolde, die uns Sachen verstecken glaubt sie. Aber glaubt sie, dass einfach eine Tür die hübsch gebastelt daher kommt nun wirklich vom Wichtel kommt. Ich denke sie kennt ihre Mama ganz gut und ihr kommt sicherlich sehr schnell der Gedanke, dass ich dahinterstecke. Also habe ich mir die Wichtel Story ein bisschen zurecht gebogen😉

Wie wir uns die Wichtelstory zurecht gebogen haben, so dass sie zu uns passt und mein 6 Jahre altes Kind daran glaubt

Meine Schwester also Mini-Snyggis Tante lebt seit vielen Jahren in Schweden und bei ihr wohnt ein Wichtel (Tomte) unter dem Haus das ganze Jahr über und zu Weihnachten bekommt er eine Art Milchreis und einen Glögg als Dank dafür, dass er so gut auf das Haus und die Familie aufgepasst hat. Die Geschichte kennt Mini-Snyggis und daher hab ich sie gefragt, ob wir nicht auch so einen Wichtel haben wollen, aber da ich gehört habe, dass man sie mit einer hübschen Tür und Leckereien anlocken kann. Die Idee fand Mini-Snyggis gut und so stellten wir meine aus Modelliermasse gebastelte Wichteltür auf unserem Schuhschrank im Flur auf. Unten an der Fußleiste wäre das Projekt Wichtel gnadenlos gescheitert, da unser Hund die Tür sicherlich genau unter die Lupe genommen hätte oder eben der kleine Quietschi. Oben auf dem Schuhschrank ist der Wichtel in Sicherheit 😉

Unser neuer Mitbewohner heißt Meregrin Thanbal – aber er wird lieber Merry genannt. Passt doch zur Weihnachtszeit. 🎅🎄 Wir sind gespannt was uns der kleine Wichtel noch so zu sagen hat und was er bei uns so alles treiben wird.

Heute war es soweit: Der Wichtel ist bei uns eingezogen

Gestern Abend stellten wir dem Wichtel ein Tellerchen mit zwei Keksen und einer Pfeffernuss. und ließen ihm eine kleine Laterne neben seiner Tür nachts leuchten, so dass er keine Angst haben muss zu uns durch die Tür zu steigen. Heute morgen war es dann soweit. Mini-Snyggis rannte morgens nach dem Wachwerden sofort in den Flur um zu schauen, ob der Wichtel sein Tellerchen angerührt hat. Und oh Wunder ja er wurde sogar aufgegessen. Nur ein paar Krümel waren noch übrig. Es hat ihm wohl geschmeckt. Neben dem Tellerchen hat er uns einen Wichtelbrief dagelassen, in dem er sich uns vorgestellt hat und ein wenig was von sich erzählt hat. Unser Wichtel heiß nicht Nisse, Tomte, Willi, sondern Meregrin Thanbal, aber er möchte gerne Merry genannt werden. Ist ja auch einfacher und passt viel besser zur Weihnachtszeit 😉 Weil heute 1. Advent ist und er schon gestern beobachtet hat, dass wir begonnen haben nun zu schmücken, hat er uns sogar etwas mitgebracht. Ein kleines Geschenk, das wir erst noch suchen mussten. Als wir es fanden war Mini-Snyggis begeistert. Es war ein Kreidemarker mit Vorlagen für Fensterbilder.

Oh Mini-Snyggis ist völlig aus dem Häuschen und freut sich sehr über ihren kleinen süßen Wichtel, den sie doch so gerne mal nachts treffen wollen würde.

Ich bin glücklich, dass Mini-Snyggis durch den Wichtel noch eine Extraportion Weihnachtszauber dieses Jahr (welches Corona-bedingt nun wirklich echt “—” ist) bekommt.

ein-Wichtel-ist-eingezogen

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr einen Wichtel? Glauben auch die etwas größeren Kids noch dran?

Alles Liebe und euch noch einen schönen 1. Advent!
Eure Gwendolin

3 comments to “Bei uns ist ein Wichtel eingezogen”

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  1. Jasmina - 4. Dezember 2020 at 10:51 Reply

    Das ist ein richtig süßer und zauberhafter Brauch. <3 Unser Kind ist vermutlich noch etwas zu klein, um die Sache mit dem Wichtel zu verstehen, aber ich denke, dass vielleicht nächstes Jahr auch ein kleiner Wichtel bei uns einzieht. LG Jasmina

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